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Vieille Europe - Altes Europa
Archive 2010

Das offizielle Frankreichseite france.fr ist am Mittwoch den 18. August 2010 ohne großen Ankündigungsrummel wieder im Netz zu finden. Wie wir schon am 17. Juli berichteten (siehe facebook), war diese Webseite schon nach einigen Stunden nach dem Start am 14. Juli 2010 unter dem Spott der Webgemeinde abgestürzt. Als Grund wurde Überlastung des Servers angegeben, aber anscheinend waren es auch strukturelle Probleme der Seite selbst.

Begleitet wird der Neustart der "Vitrine Frankreichs" allerdings auch diesmal wieder mit einem Hick: die satirische Wochenzeitschrift "Le Canard Enchaîné" (die gefesselte Ente) berichtet nämlich, dass sich die Kosten bis 2012 auf runde 4 Millionen Euro belaufen werden, was in der IT-Branche einiges Erstaunen auslöst. Die Summe wird allerdings dementiert: "es handele sich um einen Buchhaltungsfehler". Allein die Gestaltung des Logos soll 28 000 € gekostet haben. Die grafische Auffrischung 100 000 €. Nun kann man die Eigendarstellung Frankreichs endlich bewundern. Wir haben natürlich die deutsche Version getestet. 3.000 Seiten und 12.000 Links soll es geben.

Auf den ersten Blick hat uns ein Untertitel etwas überrascht: Hauptstadtregion Paris. Demographie, Wirtschaft, Grünflächen, Studenten. Ein buntes Allerlei.

Danach wollte wir etwas über die "Wichtigsten Dienstleistungen" wissen.
Was ist wohl mit "Berechnung des ökologischen Fußabdrucks" gemeint?
"Durch die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks einer Person oder Bevölkerung kann ihr Einfluss auf die Ökosysteme des Planeten gemessen werden. Hierbei werden die Flächen ermittelt, die notwendig sind, um ihren Bedarf an Ressourcen zu decken und die zum Abbau des erzeugten Mülls benötigt werden. Ziel ist es, die Belastung festzustellen, die Person bzw. Bevölkerung auf ihre Umwelt ausübt. Global gesehen wurde die Schwelle der verfügbaren Biokapazität, die auf ca. 2,1 ha pro Person beziffert wird, bereits Mitte der 70er Jahre überschritten".
Aha. Ein weiterer Klick und ADEME bietet uns "le test climact" an. Reine Zeitverschwendung. Und hier sind wir schon beim Hauptproblem der Seite. Spätestens ab dem 3. Klick landet man nämlich auf französischsprachigen Seiten.

Wir versuchen es mit der Zimmersuche für Studenten. 1. Klick, Allgemeintext, 2. Klick: französische Seite des Studentenwerks.

So geht es mit den meisten Seiten. Viele Allgemeinplätze und konkrete Informationen erst auf den französischsprachigen Seiten.

Was mit Editorial gemeint ist, erschließt sich uns auch nicht ganz. Dort findet man unter anderem Kochrezepte.

In der Mediathek erfahren wird Folgendes:
"In der France.fr-Mediathek gelangen Sie mit wenigen Klicks zu allen Video- und Foto-Inhalten der Seite. Sie können alle diese Inhalte anschauen oder nach Medientyp Filter erstellen", heißt es. Toll. Der Computer schnauft bei der Flash-Animation und uns gelingt es nicht, was auch immer zu "filtern". Auch die Suchfunktion gibt schon bei der Eingabe "Paris" auf. Wir auch.

Nachtrag
Wir haben soeben auf der Facebookseite erfahren, was die "Mission" der Webseite ist:
"France.fr s’adresse à tous publics, principalement :
- les citoyens français et résidents en France
- les Français expatriés à l’étranger
- les touristes français ou étrangers
- les ressortissants étrangers souhaitant se rendre - en France pour étudier ou travailler
- les investisseurs potentiels français ou étrangers
- les médias français et étrangers."

Das Portal richtet sich also in erster Linie an Franzosen. Es ist ein "portail de la France sur le Monde" (?) und soll die "fierté d'être Français", den Stolz, Franzose zu sein, stärken, wie der Informationsdienst der Regierung erklärt.
Unsere Kritik ist von daher vollkommen unberechtigt und nur durch Neid zu erklären, weil unser Frankreich-Portal nicht mal den Bruchteil eines Milliönchens gesehen hat
.

Chères amies, chers amis d'allemagne-france-service

Vous étiez encore nombreux à nous écrire la semaine dernière. Vous comprendrez que nous ne pouvons pas lire tous ces courriels et encore moins y répondre, notamment les courriels traitant les sujets suivants:

L'aspirateur Indispensable pour votre Piscine, exclu web, Votre phone pour 1 euro, La fin des ampoules à incandescence approche ! SugarCRM : 30 jours d'essai offert, Paraissez jusqu'a 10 ans de mois, des aujourd'hui, Besoin d'argent, Simulez en ligne votre pret, Affichage obligatoire dans votre entreprise, Telecharger gratuitement votre magazine de l’immobilier, Votre bonne nouvelle du jour, ts, en Bretagne ...En 2011, gardez le contact avec vos clients, l'Iphone, encore une fois qui bouscule tout ...Le déjeuner vu par les dirigeants, Sélection de Bureaux sur Paris et dans les Hauts de Seine, Boostez vos équipes grâce à vos managers actuels, Champagne à prix exceptionnel, Votre standard téléphonique clé en main à partir de 15 euros HT/mois, Votre Communication Video avec Web TV, Devis GRATUIT pour toute traduction sous 24 H, Un taux attractif pour financer vos projets, 2 mois offerts sur votre assurance automobile, Lampes de poche à LED de haute performance, Mobilier de bureau à prix d'usine, a toi, allumette publicitaire - A chaque utilisation le message est retenu, Gagnez un bon d'achat de 500 euros en donnant votre avis, Livraison gratuite(1) sur les incontournables de la sécurité !, Découvrez Le site de rencontre 100% gratuit. Pour Noël, 10 astuces pour bien recevoir, Comparez les meilleures offres bancaires, Offre Référencement Exceptionnelle, Votre futur voiture au meilleur prix, 2 ways to release road rage, Lettre au bon goût d'un Cuisinier-Paysan n°3, Gagner en efficacité en vous exprimant avec assurance, Remportez une Fiat 500, Participez au jeu foulards special 40 ans, Vente Flash : jusqu'à -30€ sur notre sélection de la semaine !, pas d'exces, Demande devis référencement, Toute l'actualité de votre boutique !, le site du mois...
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Nous savons que vous allez nous écrire encore la semaine prochaine, et, sur les mêmes sujets et nous vous remercions pour votre fidélité.
Les éboueurs réunis

Trotz neuen Haarschnitts
Borloo ist nicht Premierminister geworden

Am Samstag Abend, rechtzeitig vor den Abendnachrichten, aber zu spät für Interviews, wurde der Rücktritt der Regierung Fillon von Präsident Sarkozy angenommen. Im Berufsleben nennt man das "Haben sich im gegenseitigen Einvernehmen getrennt". Diese "Überraschung" wurde schon seit fünf Monaten erwartet und die Frage war nur, wer wird den Premierminister ersetzen. Frankreich blickte auf den Schornstein des Elysée-Palastes. Wann wird weisser Rauch aufsteigen ? Favoriten waren... Fillon und Jean-Louis Borloo. Letzterer genießt hohe Sympathiewerte in der Bevölkerung, die ihm, im Land des Weines, einige Stolpereien, auch verbale, leicht verzeiht. Als Umweltminisinter kann man ihm bescheinigen, dass er sich bemühte, seine Aufgaben zur vollen Zufriedenheit zu erledigen.
Am Sonntag Morgen wurde jedoch Fillon wieder mit der Regierungsbildung beauftragt. Es ist kein Geheimnis, dass der neue (alte) Premierminister, von seinem Chef auch als einfacher "Mitarbeiter" bezeichnet, dabei keinen großen Gestaltungsspielraum hat. Er darf hauptsächlich die Liste seines Chefs abhaken. Diese wird von den Präsidentschaftswahlen 2012 bestimmt. Mögliche Konkurrenten müssen ausgeschaltet, das heißt mit Ämtern eingebunden oder auf ertragreiche oder sichere Posten abgeschoben werden.

Als erster hat sich der ehemalige Premierminister Alain Juppé schon am Samstag Morgen für einen Mininisterposten ins Gespräch gebracht. Der 2004 zu zeitweiliger Unwählbarkeit Verurteilte wurde nach einem kurzen Exil in Kanada 2006 wieder zum Bürgermeister von Bordeaux gewählt. Er gilt als Schlüsselfigur bei der illegalen Parteienfinanzierung der damaligen RPR. Er übernimmt das Verteidigungsministerium.

Brice Hortefeux, den eine 30jährige Freundschaft mit Sarkozy verbindet, vertritt weiterhin als Innenminister die harte Linie der Regierung. Der während seiner ersten Amtszeit wegen rassistischer Sprüche Verurteilte (man braucht immer Einen; ein Araber ist in Ordnung, wenn es mehrere sind, beginnen die Probleme), wird sich auch weiterhin mit Eifer um Abschiebung unliebsamer Gruppen, wie Roma kümmern

Bernard Kuschner, hat bei seiner eigentlichen politischen Heimat jeden Kredit verspielt als er in die Regierung eintrat. Ein von ihm er"arbeiteter" Bericht für die Firma Total über deren Praktiken unter der Diktatur Myanmar (Birma), hatten sein Image als "French Doctor" schon früher beschädigt. Er verlässt die Regierung, was nicht weiter auffallen wird, da die französische Außenpolitik weitgehend vom Präsidenten bestimmt wird.

Ein anderer Überläufer, Eric Besson, ehemaliger Sozialist und Minister für Immigration, der eine unselige Debatte über die nationale Identität lostrat, die zu nichts anderem, als xenophoben Entgleisungen führte, bleibt als Staatsminister in der Regierung.

Zu den Verlierern der Umbildung gehören Rama Yade und Fadela Amara, die als Aushängeschilder für die "sichtbaren Minderheiten" dienen sollten. Erstere fiel schon mal durch kritische Äußerungen auf, letztere brachte Familienmitglieder, die auch schon mal straffällig wurden in Dienstwohnungen der Republik unter

Eric Woerth, der mit einiger Mühe die Rentenreform durchsetzte, und der den ganzen Sommer mit der, so genannten, "Affäre Bettancourt" nicht aus den Schlagzeilen kam, ist schließlich aus der Regierung ausgeschieden.

Eine neue Richtung in der französischen Politik ist mit dieser Regierungsbildung nicht erkennbar. Eher die Bildung einer engeren Wahlkampftruppe für die Präsidentschaftswahlen 2012.

Von Le Monde bis Le Figaro können Sie hier in Echtzeit die aktuellen Informationen durchstöbern:
http://www.travelguidebest.com/de/Frankreich.html

Budenzauber in Paris

Lang, lang ist's her, als die Holzschnitzer aus dem Erzgebirge in die Städte zogen, um zu Weihnachten ihre Spielzeuge zu verkaufen (siehe "Traditions de Noël" weiter unten). Heute sind die traditionellen Weihnachtsmärkte ein Wirtschaftsfaktor und zu Tourismusmagneten geworden. Der Weihnachtsmarkt auf den Champs-Elysées macht da keine Ausnahme. Was hier geboten wird, hat allerdings mit Weihnachten so viel zu tun, wie Ostereier mit Fischstäbchen. Nems, Döner, Hawaifrüchte, Hot-Dog, Panini, Cheeseburger der Vogesen, das sind die Spezialitäten, die zuhauf zu finden sind. Und wenn man auf der einen Seite der Champs-Elysées hinunter gegangen ist, kann man sich den Rückweg auf der anderen Seite sparen. Dort sind die selben genormten Buden in anderer Reihenfolge aufgestellt. Betäubt von der Schmalzmusik-Beschallung und dem üblichen Gehupe des Berufsverkehrs, haben wir aus Versehen eine "Grillwurscht" für sechsWeihnachten Paris Euro erstanden. Da haben wir auf den Pappbecher-Glühwein verzichtet. Das ganze strömt den Charme eines Rummelplatzes aus, was auch kein Wunder ist. Der Betreiber ist "der Pate" der französischen Schaustellergilde, eine schillernde Persönlichkeit, die auch das Riesenrad betreibt, mal illegal seine Schaugeschäfte in den Tuileriesgärten aufgestellt hat (mittlerweile legal), oder sich auch einfach weigerte, seine Riesenrad wieder abzubauen. Die "Grands Magazins" konkurrieren da mit Dutzenden von Weihnachtsmännern, die sich den Bürgersteig streitig machen und statt Süßigkeiten Flyer verteilen. Frohe Weihnacht!
Nachtisch: Der auf dem Weihnachtsmarkt verkaufte Kaviar soll nach einem Bericht des Fernsehsenders France 2 aus mit Aromastoffen versetzten Algen hergestellt werden, kann also auch von Veganern ohne Gewissensbisse verzehrt werden.

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